Ein Investorenwettbewerb für ein Stadion?

Auf dem Zürcher Hardturm könnte ein lebenswertes Stück Stadt mit 600 Wohnungen und Gewerberaum entstehen.

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Anmerkung: Unsere Skizzen sind keine architektonisch
gemeinten Vorschläge, sondern Stimmungsbilder.

Wieder einmal veranstaltet die Stadt einen überflüssigen Wettbewerb zu einem ebenso überflüssigen Stadion auf dem Hardturmareal. Das Volk dieser gleichen Stadt hat 2013 ein Stadion auf dem Hardturmareal in einer Volksabstimmung abgelehnt. Vielleicht hat das Volk das vergessen. Es gibt ja dann in ein paar Jahren wieder eine Volksabstimmung um es daran zu erinnern.
So kann man endlos abstimmen und Wettbewerbe veranstalten.

Seit dem (unnötigen) Abbruch des Hardturmstadions im Jahr 2007 hätte man ohne weiteres ein lebenswertes, buntes Stück Quartier mit 600 Wohnungen und Gewerberaum für mehrere hundert Arbeitende bauen können. Viele StadtbewohnerInnen würden dort schon wohnen und arbeiten.

Wir schlagen das immer noch vor: Wohnungen für Menschen aller Einkommensgruppen, mit grosszügigen Innenhöfen, wo das Leben, das sich bisher auf der Brache entwickelt hat, weiter gehen kann. Dafür wäre ein Investorenwettbewerb endlich fällig.

Selbstverständlich braucht eine Stadt wie Zürich neben Opernhäusern, einem Kunstmuseum und einem Zoo auch ein Fussballstadion. Sie hat auch schon eines. Fussballfans behaupten jedoch, dass man dort nicht Fussball spielen könne: warum also baut die Stadt das Letzigrundstadium nicht endlich zu einem fussballtauglichen Stadion aus? Oder müssen drei Tage Leichtathletik weiterhin tausende von Fussballfans frustrieren?

Also: raus aus der Zeitschlaufe, schaffen wir ein Stück Stadt, das allen dient.

Hans Widmer
(Vorstandsmitglied der Wohn- und Baugenossenschaft Nena1)