Quartiere


In diesem verdichteten Quartier, bzw. Agroquartier oder Landstädtchen, wohnen und arbeiten ca. 10‘000 Menschen.

Quartiere umfassen 20 bis 40 Nachbarschaften, also 10‘000 bis 20‘000 Bewohner in grossen Städten. Oder es ist eine kleine Landstadt (Beispiele: Uster, Grenchen, Nyon, Biasca). Die Funktionen eines Quartiers sind von denen einer Nachbarschaft sehr verschieden und sollten nicht vermischt werden. Während die Nachbarschaft eine gesellschaftliche Einheit ist, die sich vor allem um das Alltagsleben dreht, eher intim und nur halböffentlich ist, bildet das Quartier eine relativ grosse Einheit, die Dienste für das öffentliche Leben tragen kann. Das sind Funktionen wie Schulen, Verwaltung, Bank, Gesundheitsversorgung, Kultur, Spezialgeschäfte, ein ergänzender Grossverteiler, spezialisierte Gastrobetriebe, mindestens ein Mehrzwecksaal, Sportanlagen und so fort.

Ein Quartier braucht ein klar definiertes Zentrum, einen grösseren Platz (etwa 40 mal 60 m), wo sich das öffentliche Leben um all die notwendigen Funktionen herum abspielen kann. Der Ausbau dieser Quartierzentren ist ein wichtiges Element im Aufbau der 2000-Watt-Gesellschaft. Wenn die gesamte Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen in diesem Fuss- und Velobereich (ergänzt durch den öffentlichen Verkehr) stattfinden kann, wird das autofreie Leben möglich und erstrebenswert.

Agroquartier


Das Areal des Flughafens Dübendorf (256 ha) könnte teils als Landwirtschaftsland, teils als verdichtetes Agroquartier nachhaltig umgenutzt werden.

Sofern ein Quartier direkt an Kulturland angrenzt, kann es in ein Agroquartier umgestaltet werden, was weitere ökologische Vorteile sowie verbesserte Lebensqualität ergibt.

Mehr zu unserem Konzept und unseren raumplanerischen Überlegungen finden Sie bei Neustart Schweiz unter Publikationen. Lesenwert sind aber auch die Texte bspw. zur neuen Formen von Wirtschaft oder zu Lebensweisen mit weniger Ressourcenverbrauch und mehr Lebensqualität unter «Texte»
Anmerkung: Unsere Skizzen sind keine architektonisch gemeinten Vorschläge, sondern Stimmungsbilder